Plätze und Ausflugsziele in Österreich: worauf es bei der Planung ankommt
Bergseen, Klammen, Almen, Städte und Märkte liegen hier oft nur wenige Kilometer auseinander. Das macht die Planung eines Wochenendes vergleichsweise einfach.
Die wichtigsten Zieltypen
Im Westen dominieren Berge und Bergseen, im Osten Flachland, Weinbau und der Neusiedler See als größte Wasserfläche.
Wer die Zonen einmal auseinanderhält, plant deutlich treffsicherer. Innerhalb einer Zone ähneln sich Anforderungen und Saison stark.
Von Kärnten bis ins Salzkammergut
Das Salzkammergut zwischen Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark hat die höchste Dichte an Seen. Hallstätter See, Wolfgangsee und Attersee sind die bekanntesten davon. Als Ausgangspunkt für die Suche eignet sich die Übersicht zu .
Im Frühsommer sind die Seen am leersten. Die Wassertemperatur ist dann niedriger, der Andrang aber deutlich geringer als im August.
Was eine Klamm ausmacht
Die Wege sind meist gut gesichert, aber schmal. Mit Kinderwagen sind sie in aller Regel nicht befahrbar.
Klammen sind enge, von Wasser ausgewaschene Felsschluchten. In Österreich sind viele davon über Stege und Treppen erschlossen und gegen Eintritt begehbar.
| Hochalpen | Tirol, Salzburg, Kärnten | Juni bis Oktober |
| Seen | Salzkammergut, Kärnten | Mai bis September |
| Klammen | quer durch die Alpenregionen | Frühjahr bis Herbst |
| Flachland und Steppensee | Burgenland | ganzjährig |
Wann sich welches Ziel lohnt
Der September gilt vielen als der beste Monat: stabiles Wetter, klare Sicht, warme Seen und deutlich weniger Andrang als im August.
November und April sind Übergangsmonate mit eingeschränktem Angebot. Dafür sind Unterkünfte günstig und Städte angenehm leer. Einen breiteren Überblick zu Land und Leuten gibt es .
Wege ins Tal und auf den Berg
Mautstraßen führen zu manchen Ausgangspunkten. Die Gebühren sind nicht unerheblich und werden bei der Planung gern vergessen.
Das Klimaticket gilt österreichweit im öffentlichen Verkehr und rechnet sich bereits bei wenigen längeren Fahrten im Jahr.
Was im Schutzgebiet gilt
Beim Queren von Weideflächen sind Zäune und Tore wieder zu schließen. Das klingt banal und ist für die Bauern von echter Bedeutung.
Österreich hat sechs Nationalparks, darunter die Hohen Tauern als größtes Schutzgebiet der Alpen und den Nationalpark Neusiedler See im Osten.
Fälle, Bäche und Wildflüsse
Flussradwege sind eine eigene Kategorie von Ausflugszielen. Der Donauradweg ist durchgehend beschildert und in Etappen gut planbar.
Die Wasserführung hängt stark von der Schneeschmelze ab. Im Frühsommer sind Fälle deutlich eindrucksvoller als im Spätsommer nach längeren Trockenperioden.
- Wegegebot in Schutzgebieten einhalten
- Abstand zu Weidevieh halten, Tore wieder schließen
- Abfall vollständig mitnehmen, auch organischen
- Drohnen in Nationalparks sind nicht erlaubt
Winterliche Ausflugsziele
Städtebesuche funktionieren im Winter besonders gut. Museen, Kaffeehäuser und Adventmärkte füllen den Tag ohne Abhängigkeit vom Wetter.
Thermen sind in Ostösterreich und der Steiermark verbreitet und an Schlechtwettertagen entsprechend gut besucht.
Berge, Almen und Hütten
Der Großteil des Landes ist gebirgig. Wanderwege sind dicht markiert und über ein einheitliches System aus Farben und Nummern gekennzeichnet.
Das Wetter im Hochgebirge schlägt schnell um. Gewitter bilden sich im Sommer typischerweise am frühen Nachmittag, weshalb frühe Starts üblich sind.
Sicher unterwegs im Gelände
Regenschutz gehört auch bei stabiler Vorhersage in den Rucksack. Im Gebirge ändert sich die Lage innerhalb einer Stunde.
Warme Zwischenschicht nicht vergessen: Pro tausend Höhenmeter sinkt die Temperatur um mehrere Grad, dazu kommt der Wind.
Burgen, Klöster und Kulturorte
Klöster betreiben häufig eigene Gärten, Bibliotheken oder Gaststätten. Führungen finden zu festen Zeiten statt und sind meist nicht spontan buchbar.
In der Nebensaison sind viele dieser Orte geschlossen oder haben stark verkürzte Zeiten. Ein Blick auf die Seite des Betreibers gehört zur Planung.
Kosten und Eintritte
Bergbahnen sind der größte Einzelposten. Eine Berg- und Talfahrt liegt je nach Gebiet im mittleren bis oberen zweistelligen Bereich pro Person.
Seezugänge sind teils kostenpflichtig, teils frei. Die öffentlichen Zugänge sind vorhanden, aber nicht immer gut ausgeschildert.
Viele Seeufer sind teilweise privat oder kostenpflichtig. Öffentliche Zugänge existieren, sind aber nicht überall gleich gut ausgeschildert.
Diese Höhenlage bedeutet zweierlei: eine kurze Saison von etwa Juni bis Oktober und Wassertemperaturen, die zum Baden kaum einladen.
Ziele abseits der bekannten Namen
Manche Ziele sind bewusst nicht ausgeschildert, um sie zu schützen. Diese Entscheidung sollte man respektieren.
Die stilleren Plätze verlangen meist etwas mehr Aufwand bei der Anreise. Genau das hält sie still.
Ein Fazit zur Planung
Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Ziel und einem stillen Platz in der Nähe. So sieht man beide Seiten einer Region.
Öffnungszeiten, Saisonzeiten und Sperren ändern sich. Vor der Anfahrt lohnt immer ein Blick auf die Seite des jeweiligen Betreibers.
Die wichtigsten Fragen im Überblick
Was geht im Winter abseits der Skigebiete?
Präparierte Winterwanderwege, Rodelbahnen, Thermen sowie Städtebesuche. Viele Naturziele sind in dieser Zeit nicht zugänglich.
Sind Almhütten das ganze Jahr bewirtschaftet?
Nein, üblicherweise von Juni bis September. Außerhalb dieser Zeit gibt es dort weder Verpflegung noch verlässlich Wasser.
Wie plant man Wegzeiten realistisch?
Über die Höhenmeter, nicht über die Kilometer. Im Aufstieg rechnet man üblicherweise mit rund 300 Höhenmetern pro Stunde.
Im Winter gelten eigene Anforderungen. Der Lawinenlagebericht wird täglich für jedes Bundesland veröffentlicht und gehört zur Vorbereitung.